Donnerstag, 18. Juni 2015

Egal, wie viel ich schreie, schweige, schreibe - es scheint nie genug.




 Schallwellen: Heute - nein.






Kennst du das, wenn einen nichts mehr hält, wenn einen nichts mehr erreicht; wenn man einfach nur da liegt, die Gedanken schweifen lässt, einen inneren Monolog nach dem anderen führt, und die Kraft nur noch ausreicht, die beinahe verzweifelte Hoffnung nicht aufzugeben, dass dieser unendliche Schmerz in der Brust bald endlich aufgibt, und verfliegt?


Klar, ist es fies, wenn man nichts zu essen im Haus hat, aber manchmal erscheinen mir die Tage, an denen der Kühlschrank voll ist, und trotzdem die Kraft fehlt, überhaupt noch etwas zu essen, fast noch unerträglicher.
Wenn man sich umsieht, und wirklich erkennt, wie reich man ist, aber es einfach keinerlei Bedeutung mehr hat.

Ich komm' mir vor, wie anorektisch. Ich muss um jeden Bissen kämpfen.
Dabei ist es schlichtweg "Depression". Der schleichende, seelische Tod.
Der Nullpunkt.
Stillstand. (Wendepunkt.)


An den guten Tagen kann ich Verständnis empfinden und aufbringen, und freue mich vielleicht sogar darüber, wenn jemand sagt, dass er nachvollziehen kann, wie es mir ginge, was ich durchmache, wenn er meine Geschichte(n) kennt.
Und an den schlechten, da frage ich mich, was sich dieser Jemand einbildet, auch nur eine leise Vorstellung davon zu haben, wie es ist, wenn man die Hölle in sich einfach nicht zum Schweigen bringen kann.


Es gibt so viel Wahnsinn da draußen.
So viel Wahnsinn in mir.

Ich lösche mich nicht. Ich verbrenne.
Wieder und wieder und wieder und ...


Ich hab' das Gefühl, manchmal ist niemand stark genug für mich.
Es liegt nichtmals an den Menschen.
Es liegt an mir.
Wenn ich beginne zu zerfallen - wer sollte das noch aufhalten können?

Ich schaff' es nicht, schwach zu sein. Ich schaff' es nicht irgendjemandem zu sagen, dass ich ihn brauche.
Ich ertrag' die Enttäuschungen nicht mehr.


Ich sterbe lieber. Allein.
Ein weiteres Mal,
still in mich hinein.






Wie kann es sein, dass ich so viel Schmerz in mir trage, 
und für euch ist es fast nichts? 
 Nicht mehr, als ein paar lausige Zeilen.
Worte, die ihr überfliegen könnt.
(Dabei sollten sie euch doch: zerbrechen.)