Montag, 22. Juni 2015

(K)ein Kind von Traurigkeit.









 Schallwellen: 





Vielleicht sind wir nur zwei Flüsse, die sich kurz kreuzen durften,
und wir begegnen uns wieder, wenn wir Meer sind.



Life goes on.













Donnerstag, 18. Juni 2015

Egal, wie viel ich schreie, schweige, schreibe - es scheint nie genug.




 Schallwellen: Heute - nein.






Kennst du das, wenn einen nichts mehr hält, wenn einen nichts mehr erreicht; wenn man einfach nur da liegt, die Gedanken schweifen lässt, einen inneren Monolog nach dem anderen führt, und die Kraft nur noch ausreicht, die beinahe verzweifelte Hoffnung nicht aufzugeben, dass dieser unendliche Schmerz in der Brust bald endlich aufgibt, und verfliegt?


Klar, ist es fies, wenn man nichts zu essen im Haus hat, aber manchmal erscheinen mir die Tage, an denen der Kühlschrank voll ist, und trotzdem die Kraft fehlt, überhaupt noch etwas zu essen, fast noch unerträglicher.
Wenn man sich umsieht, und wirklich erkennt, wie reich man ist, aber es einfach keinerlei Bedeutung mehr hat.

Ich komm' mir vor, wie anorektisch. Ich muss um jeden Bissen kämpfen.
Dabei ist es schlichtweg "Depression". Der schleichende, seelische Tod.
Der Nullpunkt.
Stillstand. (Wendepunkt.)


An den guten Tagen kann ich Verständnis empfinden und aufbringen, und freue mich vielleicht sogar darüber, wenn jemand sagt, dass er nachvollziehen kann, wie es mir ginge, was ich durchmache, wenn er meine Geschichte(n) kennt.
Und an den schlechten, da frage ich mich, was sich dieser Jemand einbildet, auch nur eine leise Vorstellung davon zu haben, wie es ist, wenn man die Hölle in sich einfach nicht zum Schweigen bringen kann.


Es gibt so viel Wahnsinn da draußen.
So viel Wahnsinn in mir.

Ich lösche mich nicht. Ich verbrenne.
Wieder und wieder und wieder und ...


Ich hab' das Gefühl, manchmal ist niemand stark genug für mich.
Es liegt nichtmals an den Menschen.
Es liegt an mir.
Wenn ich beginne zu zerfallen - wer sollte das noch aufhalten können?

Ich schaff' es nicht, schwach zu sein. Ich schaff' es nicht irgendjemandem zu sagen, dass ich ihn brauche.
Ich ertrag' die Enttäuschungen nicht mehr.


Ich sterbe lieber. Allein.
Ein weiteres Mal,
still in mich hinein.






Wie kann es sein, dass ich so viel Schmerz in mir trage, 
und für euch ist es fast nichts? 
 Nicht mehr, als ein paar lausige Zeilen.
Worte, die ihr überfliegen könnt.
(Dabei sollten sie euch doch: zerbrechen.)























Dienstag, 16. Juni 2015

Sterbende Leere.


Schallwellen: Regen.






Ich fühl' mich...




Aufgebraucht und leer

Gewichtslos, aber schwer

Kränklich, und vergiftet

Fälschlich angestiftet



Inneres stülpt nach außen

Von Übelkeit beherrscht

Emotionen, die verlaufen

Gedanken gehen verquer



Egal, wie tief

Ich in mich blicke

Alles trieft

Bis ich's ersticke



So oft standgehalten

So viel überwunden

Für zu viele Gestalten

Zu sehr geschunden



Ich fliege, und ich falle

Was bleibt für eine Wahl

Ich läch'le und ich strahle

Bis zur nächsten Höllenqual



Alles scheint unappetitlich

Mir gehen die Worte aus

Und letztendlich verlier' ich

Mich in (d)einem Kartenhaus




















Freitag, 5. Juni 2015

Der Weg ist das L(i)eben. Das Ziel ist: zu l(i)eben.





 Schallwellen:





Schwarzer Schlamm
Sickert mir durch die Venen
Eine Stunde gwälzt
Dann doch aufgegeben

Ich weiß nichts
Zu erzählen
In mir zerfrisst
Ein zähes Gähnen

Verschluckt meine Farben
Lenkt mich auf Bahnen
Verschenkt seine Gaben
An labende Larven
Erwartet die Strafen
Für das, was sie nahmen
Sie gingen, sie kamen
Stilles Erbarmen
Wässert den Samen
Weist Richtung Hafen

Trotzdem nicht geschlafen

Stattdessen trafen

Wir tief ins Genick
Umgeben von Schafen
Mit Eselsgesicht

Du findest mich nicht
Ich erfinde Dickicht
Um mein gleißendes Licht
Das verblendet & sticht
Wie eine schützende Schicht
Vernebelt die Sicht
Einfach und schlicht

Ich bin Gegengewicht
Ich sehe dein Nichts
Dir entschwindet's gewiss
Bis du's völlig vergisst
Und dann: bin da ich

Bleibe steh'n
Vor deinem Tor
Doch bevor ich geh'
Kitzel' ich es hervor

Ein verlorenes Kind
Ich weiß, wer wir sind

Ich weiß, wer wir waren
Gleich aus dem Paradies
In die Hölle gefahren
Trotzen wir den Gefahren
Wir sammeln und jagen
Auf unberührten Pfaden
Bereit alles zu wagen
Verwerfen Antworten und Fragen
Hören, verwahren
Zögern, verzagen
Ködern, versagen
Sind wehende Fahnen
(Ge)stehen und klagen
Lächeln und warnen
Zergehen, zermahlen
Verwehen, ermahnen

Malen
Mit Wasserfarben
Kryptische Zeichen
Auf jedes Papier
Verstellen die Weichen
Halb Mensch und halb Tier
Überlisten raffiniert
Das Jetzt und das Hier
Bevor es, in uns, gefriert

Ein Schritt genügt
Dann ist's überwunden
Jeder hier lügt
Und lebt frei erfunden
Was im Inneren glüht
Sind verbliebene Wunden
Zu sehr bemüht
Und zu sehr geschunden
Viel zu verfrüht
Versieben Sekunden

Ich halte sie fest
Ich geb' sie nicht her
Ich bin ein Test
Die Lösung verklärt
Für manche erschwert
(Den meisten verwehrt)

Ich will verführen
Die Seiten berühren
Die du ad acta gelegt hast
Deine Schwere, die Last
Den verdammten Ballast
Den jeder hier hasst
Obwohl ohne verblasst
Was Vollkommenheit schafft

Das Jetzt und das Hier
Sind ein nettes Geschirr
So sicher, begrenzt
Scheinbar buntes Zement
Das doch nur eindämmt
Ich will, dass du verbrennst
Völlig ungelenkt
Ungehemmt
Bis ungebremst
Die nächste Welle überschwemmt
Uns beide ertränkt




Ich will nichts geschenkt.