Sonntag, 29. März 2015

Langeoogn Beauty














Eine Rose ist eine Rose ist ...








Montag, 9. März 2015

Gegen die Erde gibt es keinen Trost, als den Sternenhimmel. (Jean Paul)





*what if





Die ganze Welt hier scheint hässlich, leer und in Schwärze getaucht.



Graue Menschen, an einem grauen Tag
-
zum Glück regnet es.


Glasklar
.


Dass das Leben sinnlos ist, das wusste ich schon immer.
Du kannst nur das Beste draus machen: so viel Spaß haben wie möglich - glücklich sein.





Im Regen suchen die grauen Männ- und Weibchen - allesamt gesichterlos: abgestempelt - Unterschlupf unter Dächern grauer Häuser. Ich zieh' die Kapuze meines grauen Pullis über und will unsichtbar werden, verschmelzen.
 
Asche zu Asche. Grau in Grau.




Welchen Sinn könnte es auch haben? Betrachten wir die Fakten:
der Mensch - ein Säuge
tier. Haut, Haare, Zähne, Muskeln Fett, Knochen - weiche Masse, harter Kern. Seele? Davon weiß' ich nichts. Ich kenne Reize und Rezeptoren, Neuronen, Synapsen, Hormone,... plus ganz viel Energie.
"Die Biologie ist die höchste Form der Technik." (Adnan Zelkanovic)


 

Mit meinen schwarz-weißen Adidas tret' ich zielsicher in eine Pfütze auf der grauen Straße unter meinen Füßen - Patsch!
Schwarz-weiß...das können sie nur schwer erkennen. Keine Ahnung, vllt fehlt ihnen da die Liebe zum Detail. Sie sehen nur Grau.
Ist schon komisch. Ich mein', dass ihnen meist gar nicht auffällt, dass wir uns voneinander unterscheiden. Ich seh's ja auch -


glasklar.




 
Eine einfache Philosophie: du wirst geboren, alt und stirbst; zwischendrin sollte man noch versuchen seine Gene weiterzugeben, ob sie's wert sind oder nicht. Was dann auch vom Gehirn mit reichlich Serotonin, Dopamin usw. belohnt wird. Sehr gut: gebären, großziehen und ziehen lassen. Jetzt kannste dich eig. auch verabschieden. Die meisten Menschen ziehen es vor noch ein Weilchen vor den Augen aller schamlos zugrunde zu gehen.
Ich will realistisch sein. Jeder hier ist egoistisch und das krasseste: alle reden und reden davon, aber keiner versteht's. Es gibt hier keine Zuhörer mehr.
Ein Mensch ist dem Anderen niemals reiner Zweck, immer bloß Mittel (Grüße an Kant!) hin zum nächsten Endorphinschuss. Selbstzerstörerische, süchtige Monster!
Nichts ist bedingungslos, und, es klingt gnadenlos, aber wir lieben uns nicht - wir nutzen einander. Das Höchste, was der eine dem andern geben kann, ist es, ihn so zu brauchen, dass alles andere daneben sinnlos erscheint, genau genommen nutzlos wird.


Es ist so traurig.
Die grauen Herren und Damen haben wohl irgendwann aufgehört sich gegenseitig die nackten Gesichter unter die Nase zu reiben, vielleicht hat auch einfach niemand mehr hingesehen; auf jeden Fall sind ihre Gesichter verblichen, fast schon gar nicht mehr da.
Fensterscheiben und Spiegel verstauben. Vielleicht war das mal anders, vielleicht war'n sie mal...


...glasklar.






Glück - was genau erwartet einen eigentlich, wenn man es endlich endgültig finden würde? Wenn alles vollkommen wäre? Man hätte keinen Sinn mehr, geschweige denn Grund weiter zu machen. "Der Weg ist das Ziel." (Konfuzius) Wir verzehren uns so sehr nach Glück, Ruhe, innerem Frieden - Stillstand. Dabei ist die Sehnsucht - der Schmerz, der ganze Antrieb. Wir warten auf Erlösung. Beten. Wir hoffen - worauf?
Ich kann, nein darf mein Ziel dauerhaft glücklich zu sein also nicht erreichen und die Liebe, die der Schlüssel sein sollte, ist bloß, so abgedroschen es klingen mag, eine Illusion.
Ich habe keinen Glauben. Wenn der Strom der durch meinen Körper fließt zum Erliegen kommt, war's das und nach diesem einen Leben hat man nichts mehr zu erwarten. Das Paradies wär'ne attraktive Alternative...schade drum.
Für mich gibt es nichts mehr. Ich warte auf keinen Messias, ich glaube an keinen Gott. Niemand wird mich erlösen und ich bleibe allein.
Wozu sollte ich mich weiter bemühen? Es gibt keine Rettung für mich.


Langsam wird der Regen stärker.
Ich kram' in meiner Tasche herum, finde meinen grauen Regenschirm und spann' ihn auf.
Ich leg' den Kopf in den Nacken - der Himmel über dieser schwarzen Welt ist übrigens strahlend weiß, und verdammt schön.

Ich seh' nach oben in die Wolken...



*






Ich hoffe nicht auf Liebe, Glück oder Frieden.

Meine größte Hoffnung ist - mit allem falsch zu liegen.







23.07.2009 






Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken. (Khalil Gibran)





Leere
- treibt mich in den Irrgarten des Wahnsinns...
...im grauen Nebel dieses Labyrinths,
verlauf ich mich auf Scherbenhaufen der zersplitterten, geknitterten, inneren Struktur eines innerlich kindlichen, zerrissenen Ichs - letztendlich bin ich nichts weiter, nur eine Hinabreissende/ - gerissene, trotz des besser wissenden Gewissens, unbeirrt durch die verwirrenden Gassen zwischen Genie und Irrsinn spazierend, als wirre schier Unverbesserliche, das wahnwitzige Grinsen nie vollkommen verlierend.
Denn immerhin liegt mir die Welt zwischendrin zu Füßen, zumindest immer wenn mich zaghaft zuckersüße krankhaft zwanghaft narzisstische Bedürfnisse in Zuckerguss verkleidet, unterbewusst umschmeicheln und küssen.
Währenddessen versuch' ich halt im alltagtäglichen Geschehen diesen gierigen, unerträglichen Zwiespalt zu überspielen, mit ziemlich vielen verschiedenen, sich ständig verändern - und wandelnden, umfassend hassend - schwankend - abgrundtief liebenden, unablässig analysierend und andauernd manipulierenden Fassaden - uneinheitlich, facettenreich - weil es zugleich vielleicht fast zu leicht erscheint einfach aufzugeben.
Zuletzt eben wegen dem stets verzehrenden Streben nach Stillstand und Ewigem,
verzweifel' ich konstant chaotisches Wesen lediglich chronisch ohnmächtig,
auf den unzähligen Wegen dieses gänzlich grenzwertigen Lebens.





19.07.2009