Donnerstag, 30. August 2012

Minus ein Mensch, und der Alltag ist leer.
Minus ein Herz, und ich spür mich nicht mehr.







Via Kuli auf's leere Blatt gedruckt
Wieder kleine Quadrate übermalt
Dann in halben Sätzen ausgespuckt
Was sonst im Inneren verhallt

Randnotizen, Wortfetzen, Schmiererein
Die Hälfte wird doch weggestrichen
Mein Seelenschrott im Buchstabenkleid
Ausgeschrieben, und bald verblichen

Mit meinen Rauch gefüllten Lungen
In Tinte getränkte Gedankensplitter
Durch die Mine auf's Papier gezwungen
Zu einem blau gefärbten Wortgewitter





*





Es gibt so viele Orte, an denen ich jetzt gerne wär
Lieber links und rechts von dir
Als alleine hier

Lieber auf deinem Sofa, oder auf deinem Beifahrersitz
Lieber auf deinem Balkon, oder an deinem Frühstückstisch
Viel lieber mit Shampoo im Haar unter deiner Dusche stehen
Als gebadet und zurecht gemacht durch meine graue Stadt zu gehen

Lieber die Magneten an deinem Kühlschrank verschieben
Lieber im Bad mit Wasser auf deine Waage tropfen
Viel lieber noch für's angerichtete Chaos Ärger kriegen
Als hier vergeblich wieder auf Farben zu hoffen

Lieber zum xten Mal in deinem Spiegel prüfen
Ob ich auch hübsch genug für dich bin
Als mich immer weiter in Geduld zu üben
Und zu wissen "hier gehör ich nicht hin"









Freitag, 3. August 2012

Menschenfeind.




"Ich hasse Menschen."


Obwohl. 
Menschen um mich herum mag ich, sehr gern sogar. Ich will nur nicht mit ihnen reden. Nicht mehr als ein paar Worte, vllt mal ein Lächeln verschwenden, billiges Glueck verschenken, und dabei keinerlei Beziehung herstellen. Ewige kühle Distanz bewahren. An der Oberfläche treiben, beobachten, analysieren und einordnen, zerlegen, zersplittern, brav die Schubladen füllen, Mosaike und Mindmaps erstellen. Wenn ich dann was sagen würde, wäre es fehl am Platz. 
Nicht, dass ich was sagen wuerde, sondern was ich zu sagen haette. Sowas will keiner hören. Also hört man nicht zu, sondern hin. Und ich sag dann halt wieder nichts. Das faellt mir jetzt auch immer leichter, bin gut im Training. Einfach mal die Fresse halten.
Manchmal erscheint es mir auch einfach unfassbar sinnlos mich mit jemandem zu unterhalten. Nicht, weil ich denke, ich waere klueger, als mein Gegenueber, oder was Bess'res. Ich verspüre kein Beduerfnis danach mich mit jemandem auszutauschen. Wozu? Es koennte meine Distanz gefaehrden. Ich koennte real fuer ihn werden, greifbar, und Formen annehmen, Substanz erhalten. Da bleib ich lieber das von meinem Körper reflektierte Licht, gebuendelt durch seine Pupille plus Iris zur Netzhaut, aus dem sein Okzipitallappen pflichtbewusst ein Bild von mir konstruiert. Nichts weiter, als eine Lichtreflexion in den Köpfen der Menschen zu sein ist schon ein verdammt schoener, beruhigender Gedanke. Er schaltet die Fluchtreflexe aus. Und hin und wieder spendet selbst der zu wenig Schutz und Sicherheit. In solchen Momenten schreib ich dann "AUFLOESUNG" in fetten Buchstaben an die erste Stelle eines imaginaeren Wunschzettels. Jedem das seine.
Das hier folgt mal wieder keiner Struktur. Spiegelt aber auch einiges wieder. Ein in die Tastatur gekotzter Missbrauch des Alphabets, bloss um Leerstellen zu füllen. Ich weiss um die tragische Symbolik.
Und zum Schluss werd ich mich schnell nochmal zitieren, um zum Anfang zurueckzukehren, und den Kreis zu schliessen, damit man dann doch der Illusion erliegen koennte, das hier waer ne runde Sache. 




"Ich hasse Menschen, weil sie mir all meine Fehler und Unzulaenglichkeiten aufzeigen. Weil sie mich daran erinnern, dass ich nicht die bin, die ich sein will, und nicht lieben kann, was ich bin."





Nachtra(e)g(lich)






30.07.2012





Wirre Gedanken, die verfliegen
Sobald der Bleistift sie erfasst
Am Ende steht nichts geschrieben
Fuer das der Autor sich nicht hasst

Tausendmal mit tausend Worten
Tausend Saetze aufgestellt
Tausendfach in tausend Formen
Tausend Kaestchen ausgefuellt


Es gibt einfach nichts zu sagen
Nur noch Phrasen
Nur noch Phrasen




*




Meilenweit von mir entfernt
Bring' ich die Tage hinter mich
Abgetrennt von meinem Kern
Und dem, was in den Tiefen sitzt

Ich kann mich nicht beruehren
Hinter dem Nebel aus Glas
Und trotzdem kann ich spueren
Im Inner'n windet sich etwas

Doch anstatt Bruecken zu schlagen
Hin zu dem, was mich quaelt
Will ich mich lieber bestrafen
Und hasse mich selbst



Ich will endlich ein Ende finden
Ich will Aengste ueberwinden
Das Verstummen der Stimmen
Die das Ich zersprengen

Ich will klare Gedanken
Ich will einen Punkt an der Wand
Den verdammten roten Faden
Dem ich folgen kann










Samstag, 14. April 2012

Grüße aus diesem Bunker - früher war alles viel bunter!








Heute hat die Welt etwas von ihrer Farbe verloren,
dafür hab' ich ein kleines Stk von mir selbst zurück bekommen.
Unentschieden.









Samstag, 25. Februar 2012

Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Hier&Jetzt!




Schallwellen: Pascow






Dose auf. Vplus rein. Gefühle raus.
(Schreib es auf! Schreib es auf!)


Ich darf einen, von mir sehr geschätzten 'Kollegen' zitieren, der meiner Meinung nach oft viel mehr Talent besitzt, als ich: "Kippe an. Kippe aus. Kippe an."
Ich danke dir dafür.

 



Und ich liebe die Liebe. (Alter! Wer tut das nicht?)
Ich sprech' gar nicht von der 'romantischen Liebe', absolut nicht. Und noch viel weniger von einer Beziehung, wie wir sie heute leben. (Ach nein. Das wart ja ihr! Nicht ich, gar nicht.)
Ich will niemanden besitzen. (Sowas brauch ich nicht.) Und niemandem gehören.
"Ich gehör' nur mir." (Elisabeth, Musical)



Willst du dich für mich verändern? Ich will das nicht!
Nicht von dir. Und nicht für dich.
Tu was du willst!
Bleib genauso, wie du bist.
"Jung und frei und schön."
Anders wärst du nicht,
was ich in dir hab gesehen.
Wer braucht schon ein 'morgen'?
Wenn der Augenblick alles ist, was zählt.
Das 'Gestern' ist verstorben,
und das 'Jetzt' ein Moment, in dem nichts fehlt.
Wozu sollt ich alles wissen (müssen)?
Keine Wahrheit ist absolut.
Du brauchst mich nur zu küssen -
und dann ist alles gut.
"Eifersucht ist eine Leidenschaft,
die mit Eifer sucht, was Leiden schafft." (Franz Grillparzer)
Kennst du denn den echten Menschen?
Oder bloß deine Illusion?
Willst du besitzen, und bekämpfen?
Oder liebst du schon?
(Die zweite Lektion.)
Ich will dich genau so, wie du bist -
in keinen meiner Rahmen gepresst.




Montag, 30. Januar 2012

Ausgeschrieben.
Über zwei Stunden gewunden, und bloß die paar Worte gefunden.




29|01|2012

Es ist schwierig, ohne einen Tropfen im Blut zu schreiben. Ohne zu weinen.Ohne Wein. Ohne Kräuter, Elixier. Ohne das A.lpha, mein Omega. Kein Opium. Ohne ABC. Ohne das ganze Highlife-Alphabet.Ungedoped. "Clean", würde man sagen. Aber es liest sich nicht sauber.
Was soll ich sagen? Wo willst du mich sehen? Ich bin am Anfang.Das Leben sch*lauch*t. Es langweilt nicht. Ich langweil mich. Bin ich langweilig?Ich frag mich oft in letzter Zeit, was ich jetzt noch bin. Was übrig bleibt. Ich steuer auf den Kern zu. Ob es sowas überhaupt gibt?
Zerlegen wir mein Kartenhaus? Und schält sich meine zersplitterte Spiegelkabinett-Persönlichkeit dabei zwiebelig? Oder beweg' ich mich im aufblühenden Blütenblätterkitsch? Auf einer fantastischen, chloroplastischen Skala:
Lauch oder Mohn?(DAS sind die richtig wichtigen Fragen im Leben! Jaja, aha.)
Ausgewachsener, eingedachter Kreisläufer. Zielstrebig mit dem Kopf durch die Wand, und unterm Arm einen Krug flüssiger Gelassenheit. Die Widdermähne wild. Zerzaust?
Ungezähmt!

Ich fessel nur mich selbst, streb' dabei so sehr nach Freiheit, Ungehemmtheit.



Nenn' mir das Ziel, ich zeig' dir den Weg.

Und geh' ihn ein Stück mit dir.

Doch ankommen werd ich nur bei mir.
Alles zieht mich an, nichts fängt mich ein.
Ich wäre so gern irgendwo daheim.
"Kopf an Kopf" ist mir lieber, als zu überliegen.
Hin und wieder brauch' ich Krieg, für meinen Frieden.
(Ich will lieben!
Ich will lieben.)

Zerfurcht aus Furcht, wenn Ängste überwiegen.
Bin ich immer Kind geblieben.
Viel zu gewaltig für die Welt,
so groß,
an mir selbst zerschellt,
und aufgestanden,
bloß
aus meiner Asche auferstanden.
Im freien Fall, ohne je zu landen.
Suche ich jemanden, an dem ich wachsen kann,
vllt irgendwann
auch mit ihm zusamm'.
Ausgeblutet, aufgeschrieben.
Musste ich erst Leben üben;
Nach all den Jahr'n des Überlebens.
Hab ich gekämpft, Gott weiß wie lang,
um gestern wieder neu anzufang'.

Jetzt nimm mich bei der Hand

- halt mir etwas entgegen -
damit ich endlich lernen kann,
wonach alle anderen streben;
die zweite Lektion: zu lieben.





Phrasengedresche. Aufs Blatt gekotzt.




17|01|2012


Was hätt ich heut schon noch zu sagen,
neben all den altbekannten Phrasen?
Sei du selbst - keiner kanns besser als du.
Gib nie auf. Gib deine Fehler zu.
Sei ehrlich, zu jedem, den du zu lieben erwählst,
aber vor allem - sei ehrlich zu dir selbst.
Denk daran, dass du deine Versprechen einhälst,
Den Himmel wiedersehen wirst, egal wie tief du noch fällst.
Steh auf und geh deinen Weg,
jedem hier werden Steine in den Weg gelegt.
Ruh' in dir, ohne dich zu verschließen.
Statt zu jagen und zu gieren,
lern das Sattsein zu genießen.
Das Liegen
in der Sonne, unter Bäumen
und auf Wiesen.

Sei dankbar - du hast mehr als genug!
Tu heut mal was Gutes, das tut
dann immer gleich zweien gut.
Überwinde die Angst, finde den Mut.
Sei achtsam und bedacht, gütig und klug.
Hab Erbarmen(...wozu nutzt deine Wut?)
Halt' dich an diejenigen,
die dich bitten zu bleiben,
wenn du glaubst, du musst gehen.
Sie zählen zu den wenigen,
die dir in diesen Weiten,
ein Zuhause geben,
eine Zuflucht bieten,
wenn du drohst zu erfrieren.
Hör auf dein Herz, doch folg ihm nicht blind.
Dein Hirn wird erwachsen, das Herzstück bleibt Kind.
Trau dich ungeschminkt
vor deine Türe,
lass die Masken zuhaus.
und die Kostüme.
Streif sie ab, zieh dich aus.
Davon tragen sie alle zu viele.
Schlüpf aus deiner Haut.

Wer lebt & sieht,
und egal was geschieht,
strebt und vergibt,




in den wird sich
die Welt verlieben...