Mittwoch, 9. September 2015

Langsam verzeih'n, was mich zerfrisst - alles wird gut sein, so wie es ist.







Es ist mal wieder Zeit
Ihm Ketten anzulegen
Dem erwachten Geist
Eines alten Wesens

Dank dem Chaos der Gefühle
Setz ich mein Leben in den Sand
Bin schon wieder viel zu müde
Von diesem aussichtslosen Kampf

Ich stutze mir meine Krallen
Geb die Rebellion auf
Wird mir sicher schwer fallen
Doch ich will vertrau'n

Mich führt kein Weg d'ran vorbei
Es geht immer mitten durch
Ich dreh mich sonst bloß im Kreis
Und verlier mich in Furcht

Ein bisschen mehr Wille
Viel mehr akzeptieren
Auf der Suche nach Stille
Kräfte ausbalancieren

Ein Schritt nach dem and'ren
Nur bei voller Konzentration
Denn komm ich mir abhanden
Misslingt die Transformation


(08.09.)






Dienstag, 8. September 2015

Danke, für alles an das - du mich erinnert hast.











Es tut mir unglaublich Leid
Dass ich ständig wegrenn
Wenn du zu lange schweigst
Beginne ich zu verbrenn'

Wie hart du mich auch aufregst
Mich stillschweigend versetzt
Ich glaub, dass du's nie wolltest
Wenn du mich damit verletzt

Wie oft ich impulsiv war
Konnte nicht widerstehen
Und ich bin dir so dankbar
Du hast es so oft vergeben

Es ist bestimmt noch nicht zu Ende
Dafür fehlst du viel zu sehr
Ich brauch bloß Zeit für eine Wende
Vllt flücht ich dann nicht mehr

Bestimmt hast du verstanden
Ich bin trotzdem oft bei dir
Immer wieder in Gedanken
Durch die du hier spazierst


(07.09.) 










Zerbrochen, verschlossen.

Schallwellen: Mehr Himmel.





Angst zerfrisst mich
Wer ist "ich"?
Zerbrechlich


Will mich nicht spüren
Ich will nur hier weg
Gedanken verführen
Verfehlen den Zweck

Beweg mich kein Stück
S'ist eisig, statt warm
Ich will nur zurück
Woher ich einst kam

Auflösung im Nichts
Erschien zu attraktiv
Entfernung des Lichts
Als der Schatten rief

Der Kopf ist zu laut
Das Herz ist zu leer
Die Sinne zu taub
Der Mut viel zu schwer

Wenn ich ohnmächtig bin

Was bitte soll ich dann hier
Ich fühl mich wie ein Kind
Also was wollt ihr von mir


(06.09.)









Montag, 22. Juni 2015

(K)ein Kind von Traurigkeit.









 Schallwellen: 





Vielleicht sind wir nur zwei Flüsse, die sich kurz kreuzen durften,
und wir begegnen uns wieder, wenn wir Meer sind.



Life goes on.













Donnerstag, 18. Juni 2015

Egal, wie viel ich schreie, schweige, schreibe - es scheint nie genug.




 Schallwellen: Heute - nein.






Kennst du das, wenn einen nichts mehr hält, wenn einen nichts mehr erreicht; wenn man einfach nur da liegt, die Gedanken schweifen lässt, einen inneren Monolog nach dem anderen führt, und die Kraft nur noch ausreicht, die beinahe verzweifelte Hoffnung nicht aufzugeben, dass dieser unendliche Schmerz in der Brust bald endlich aufgibt, und verfliegt?


Klar, ist es fies, wenn man nichts zu essen im Haus hat, aber manchmal erscheinen mir die Tage, an denen der Kühlschrank voll ist, und trotzdem die Kraft fehlt, überhaupt noch etwas zu essen, fast noch unerträglicher.
Wenn man sich umsieht, und wirklich erkennt, wie reich man ist, aber es einfach keinerlei Bedeutung mehr hat.

Ich komm' mir vor, wie anorektisch. Ich muss um jeden Bissen kämpfen.
Dabei ist es schlichtweg "Depression". Der schleichende, seelische Tod.
Der Nullpunkt.
Stillstand. (Wendepunkt.)


An den guten Tagen kann ich Verständnis empfinden und aufbringen, und freue mich vielleicht sogar darüber, wenn jemand sagt, dass er nachvollziehen kann, wie es mir ginge, was ich durchmache, wenn er meine Geschichte(n) kennt.
Und an den schlechten, da frage ich mich, was sich dieser Jemand einbildet, auch nur eine leise Vorstellung davon zu haben, wie es ist, wenn man die Hölle in sich einfach nicht zum Schweigen bringen kann.


Es gibt so viel Wahnsinn da draußen.
So viel Wahnsinn in mir.

Ich lösche mich nicht. Ich verbrenne.
Wieder und wieder und wieder und ...


Ich hab' das Gefühl, manchmal ist niemand stark genug für mich.
Es liegt nichtmals an den Menschen.
Es liegt an mir.
Wenn ich beginne zu zerfallen - wer sollte das noch aufhalten können?

Ich schaff' es nicht, schwach zu sein. Ich schaff' es nicht irgendjemandem zu sagen, dass ich ihn brauche.
Ich ertrag' die Enttäuschungen nicht mehr.


Ich sterbe lieber. Allein.
Ein weiteres Mal,
still in mich hinein.






Wie kann es sein, dass ich so viel Schmerz in mir trage, 
und für euch ist es fast nichts? 
 Nicht mehr, als ein paar lausige Zeilen.
Worte, die ihr überfliegen könnt.
(Dabei sollten sie euch doch: zerbrechen.)























Dienstag, 16. Juni 2015

Sterbende Leere.


Schallwellen: Regen.






Ich fühl' mich...




Aufgebraucht und leer

Gewichtslos, aber schwer

Kränklich, und vergiftet

Fälschlich angestiftet



Inneres stülpt nach außen

Von Übelkeit beherrscht

Emotionen, die verlaufen

Gedanken gehen verquer



Egal, wie tief

Ich in mich blicke

Alles trieft

Bis ich's ersticke



So oft standgehalten

So viel überwunden

Für zu viele Gestalten

Zu sehr geschunden



Ich fliege, und ich falle

Was bleibt für eine Wahl

Ich läch'le und ich strahle

Bis zur nächsten Höllenqual



Alles scheint unappetitlich

Mir gehen die Worte aus

Und letztendlich verlier' ich

Mich in (d)einem Kartenhaus




















Freitag, 5. Juni 2015

Der Weg ist das L(i)eben. Das Ziel ist: zu l(i)eben.





 Schallwellen:





Schwarzer Schlamm
Sickert mir durch die Venen
Eine Stunde gwälzt
Dann doch aufgegeben

Ich weiß nichts
Zu erzählen
In mir zerfrisst
Ein zähes Gähnen

Verschluckt meine Farben
Lenkt mich auf Bahnen
Verschenkt seine Gaben
An labende Larven
Erwartet die Strafen
Für das, was sie nahmen
Sie gingen, sie kamen
Stilles Erbarmen
Wässert den Samen
Weist Richtung Hafen

Trotzdem nicht geschlafen

Stattdessen trafen

Wir tief ins Genick
Umgeben von Schafen
Mit Eselsgesicht

Du findest mich nicht
Ich erfinde Dickicht
Um mein gleißendes Licht
Das verblendet & sticht
Wie eine schützende Schicht
Vernebelt die Sicht
Einfach und schlicht

Ich bin Gegengewicht
Ich sehe dein Nichts
Dir entschwindet's gewiss
Bis du's völlig vergisst
Und dann: bin da ich

Bleibe steh'n
Vor deinem Tor
Doch bevor ich geh'
Kitzel' ich es hervor

Ein verlorenes Kind
Ich weiß, wer wir sind

Ich weiß, wer wir waren
Gleich aus dem Paradies
In die Hölle gefahren
Trotzen wir den Gefahren
Wir sammeln und jagen
Auf unberührten Pfaden
Bereit alles zu wagen
Verwerfen Antworten und Fragen
Hören, verwahren
Zögern, verzagen
Ködern, versagen
Sind wehende Fahnen
(Ge)stehen und klagen
Lächeln und warnen
Zergehen, zermahlen
Verwehen, ermahnen

Malen
Mit Wasserfarben
Kryptische Zeichen
Auf jedes Papier
Verstellen die Weichen
Halb Mensch und halb Tier
Überlisten raffiniert
Das Jetzt und das Hier
Bevor es, in uns, gefriert

Ein Schritt genügt
Dann ist's überwunden
Jeder hier lügt
Und lebt frei erfunden
Was im Inneren glüht
Sind verbliebene Wunden
Zu sehr bemüht
Und zu sehr geschunden
Viel zu verfrüht
Versieben Sekunden

Ich halte sie fest
Ich geb' sie nicht her
Ich bin ein Test
Die Lösung verklärt
Für manche erschwert
(Den meisten verwehrt)

Ich will verführen
Die Seiten berühren
Die du ad acta gelegt hast
Deine Schwere, die Last
Den verdammten Ballast
Den jeder hier hasst
Obwohl ohne verblasst
Was Vollkommenheit schafft

Das Jetzt und das Hier
Sind ein nettes Geschirr
So sicher, begrenzt
Scheinbar buntes Zement
Das doch nur eindämmt
Ich will, dass du verbrennst
Völlig ungelenkt
Ungehemmt
Bis ungebremst
Die nächste Welle überschwemmt
Uns beide ertränkt




Ich will nichts geschenkt.





















Mittwoch, 27. Mai 2015

We're all just clowns in the same circus - entertainin' each other, entertainin' go(o)d & (d)evil.











Schallwellen:








-



The wolf and the lux may be more powerful -
but they won't survive in the desert.
(Fennec Fox)


-


The lux and the fennec may be more powerful -
but they won't be able to flee, if you chop each one three legs.
(White Widow)


-





 SURVIVAL OF THE FITTEST SICKEST













Sonntag, 19. April 2015

"Im Inner'n bin ich ein trauriges, kleines Mädchen - nichts weiter." (Und eure Selbstgespräche so?)








Liebes Kleines aus dem Inner'n,
 

ich weiß, du bist oft traurig.
An bösen Gedanken und tiefschürfender Unsicherheit resultierend aus deiner übermächtigen Angst, erkenn' ich, dass du mal wieder unglücklich bist. So sehr, dass dein Geist mich hilfesuchend heimsucht.
Dann färbt er alles in mir dunkelgrau bis schwarz und ich kann nicht mehr anders, als dich wahrzunehmen. In solchen Momenten bemüh' ich mich sehr, meine Arme schützend um dich zu legen und dich zu trösten. Es klappt zwar nicht immer sofort, aber irgendwann schaff' ich's dann doch dich zu beruhigen.
Manchmal, und das tut mir wirklich Leid, ignorier' ich dich einfach und sperr' dich zurück in mein Herz aus Glas, wo du dann so lange schreist und weinst und rebellierst, bis es erneut zerspringt. Die Splitter in mir kann ich dann nicht mehr übersehen, die muss ich fühlen und den Schmerz - deine eiskalt ergreifende Angst.
Wie oft haben wir mein Herz schon wieder zusammen geflickt? Uns durch den Scherbenhaufen gewühlt und Stück für Stück an seinen altbekannten Platz gesetzt. Ich hab bluten müssen, und du hast dabei so viele Tränen geweint.
Ich bin dir deswegen nicht böse. Das ist schon okay.
Ist ja noch nicht so lang' her, seit du dich das erste Mal gezeigt und ich dich entdeckt hab. Die meiste Zeit meines Lebens hast du dich nicht blicken lassen, dich lieber versteckt und im Schatten meiner Selbst intrigiert, wenn du mal wieder zu ersticken drohtest. Ich wollte dich auch nicht sehen, ich wollte nichts von dir wissen.
Immer wieder hast du stillschweigend an einem der Fäden gezupft und gezogen, von denen ich, bis vor kurzem, nicht einmal wusste, dass ich sie in Händen hielt, um mich auf Wege zu leiten, die deine Angst in mir lindern sollten.
Aber du bist viel zu klein. Du kannst noch nicht über den Tellerrand hinausschauen. Du denkst und lebst und lenkst nur für den Augenblick.
Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Du bist nicht mehr allein.
Ich nehm' jetzt deine Hand und versuche uns durch das Heute bis ins Morgen zu führen. Ich will Verantwortung für dich übernehmen. Ich sorge jetzt für dich, so gut ich kann. Ich beschütze dich, und nehm' mir die Angst.
Du trägst sie mit mir herum, aus einer Zeit, die längst vergangen ist. Damals hat man dich sehr verletzt, und du dachtest, dass du jetzt sterben müsstest, weil auch ich dir letztlich den Rücken gekehrt und dich verleugnet habe, vor mir selbst. Als alle anderen mich verlassen haben, bin ich von deiner Seite gewichen und hab mich dabei selbst im Stich gelassen, ohne es zu ahnen. Deine Angst war so berechtigt.
Aber das alles gehört der Vergangenheit an. Sieh' dich um - du bist in Sicherheit. Es sind Jahre vergangen. Und heute, im Hier&Jetzt, bin ich stark genug, um für uns beide zu sorgen. Es gibt Tage, an denen falle ich zurück und schieb' dich von mir weg, sodass du wieder Angst bekommst, weil niemand mehr da ist, aber du kannst dir sicher sein, ich hab längst begriffen:

Du bist der Rhythmus meines Herzschlags in mir
und deswegen kehr' ich immer wieder zurück zu dir.




 (2010)